Julia Faulhaber zu Gast an der „Minibar im Zimmer 101“.

Shownotes

Es geht weiter.

Carsten K. Rath lädt prägende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien, Hotellerie und Tourismus an die Minibar ein. Es wird reflektiert, offen gesprochen und manchmal auch grundlegend hinterfragt. Hier wird Persönlichkeit greifbar.

Diese Woche zu Gast ist Julia Faulhaber. Als Expertin für PR, Kommunikation, Vertrieb und Marketing begleitet sie seit vielen Jahren renommierte Hotels und Marken der Premium-Hospitality. Mit ihrem strategischen Blick auf Positionierung, Kommunikation und Markenentwicklung gibt sie spannende Einblicke in die Welt der Luxushotellerie.

Ein Gespräch über Marken, Kommunikation, Gastfreundschaft und die Zukunft der Hospitality.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Minibar.

00:00:01: Geständnisse aus Zimmer-Einhundert.

00:00:04: Eins.

00:00:07: Carsten

00:00:07: Karath

00:00:09: im Gespräch mit

00:00:10: Julia Faulhaber.

00:00:15: Hallo liebe Zuschauer und herzlich willkommen zum nächsten Wittcast!

00:00:19: Sie steht für strategisches Marketing, klare Positionierung und herausragende PR.

00:00:26: Mit der Faulhaba Marketing GmbH unterstützt sie Unternehmen dabei noch sichtbarer zu werden und nachhaltig zu wachsen.

00:00:35: Begrüßen Sie mit mir, Julia Faulhaber.

00:00:38: Herzlich willkommen liebe Julia!

00:00:40: Dankeschön!

00:00:41: Julia du giltst in der Schweiz wo du Deutsche bist als einer der erfolgreichsten Marketing und PA-Gurus hat ich mal jemand genannt.

00:00:49: Sag mal was macht denn heute erfolgreiches Marketing?

00:00:51: Und was macht heute erfolgreicheres PA aus?

00:00:54: Sich anzupassen auf die Gegebenheiten mehr Storytelling den Kunden gut kennen und die Kunden der Kunden.

00:01:02: Was heißt denn sich anpassen?

00:01:03: An was muss sich weh anpassen.

00:01:07: Also wenn ich jetzt ins Marketing gehe, es wird viel schneller.

00:01:10: Es hat mehr Kanäle und du musst dich den Kanälen anpassen gemäß der Zielgruppe die du erreichen willst.

00:01:17: Muss ich dann Everybody Starling sein oder auf jedem Kanal vertreten sein?

00:01:20: Oder selektierst Du auch die Kanäler?

00:01:22: Mir selectieren die kanäle.

00:01:24: Es kommt drauf an wo du dich positionieren willst.

00:01:26: ja also umso schärfer du positioniert bist umso erfolgreicher bist du

00:01:31: Und das gilt fürs Marketing.

00:01:32: Wie ist das im PR-Bereich?

00:01:34: Du hast ja sehr viele Kontakte, was ist heute angesagt?

00:01:39: Ist es alles Social Media?

00:01:40: Ist immer noch Print?

00:01:42: Ist das digital?

00:01:43: Bewegt Bild?

00:01:44: Was ist da der Fokus?

00:01:46: Das ist der Mix und dann hängt's davon ab.

00:01:48: Wen willst du erreichen?

00:01:50: Wo ist jetzt dein Schwerpunkt?

00:01:52: Es geht um Storytelling!

00:01:53: Also du pitscht eigentlich Ideen, du gehst nicht mehr raus.

00:01:56: Das ist die Message einmal an alle, sondern besprichst mit den jeweiligen Geschichten und holt es das Maximum raus.

00:02:02: Du hast eine Herrschaft von illustren Kunden aus wie besten Hotels.

00:02:07: Das reicht vom Jedy in Andermatt bis zu Mandarin Oriental nicht nur in Zürichs, sondern jetzt habe ich gehört dass du auch noch Luzern übernommen hast.

00:02:14: Da sind aber einige von wenigen deiner Kunden.

00:02:16: trotzdem die Frage was sind denn die häufigsten Fehler die Kunden im PR-Bereich machen oder die sie erwarten von dir und du dann eben den Fehler nicht zulässt.

00:02:28: Packages zu verkaufen.

00:02:30: Was sind Packages?

00:02:32: Promotion, Sales.

00:02:34: Konkrete Angebote, die sich schnüren im Vertrieb und die wir in der PR dann platzieren sollen.

00:02:39: Also Sie wollen ein anderes Medium nutzen um eigentlich zu verkaufen.

00:02:44: Wie ist das mit den ego-getriebenen Kunden, die du hast?

00:02:46: Wie ist es mit Menschen, die nicht das Produkt oder die Dienstleistung so selbst nach vorne stellen.

00:02:50: Ist das gut, hilft das oder ist das schädlich?

00:02:54: Also ich glaube nicht dass ich ego getriebene Kunden habe jetzt festsehe.

00:02:58: Wir fangen sofort zwei oder drei ein!

00:03:01: Ich glaube es kommt ganz auf den Kunden jeweils an.

00:03:04: bei dem einen passt es womöglich weil es ein sehr personenbezogener Betrieb ist und dann gibt's Hotels die nicht über die Person sich definieren sondern übers Angebot.

00:03:15: Beides funktioniert?

00:03:17: Kann funktionieren, ja.

00:03:19: Was macht denn für dich so eine richtig starke Marke aus?

00:03:21: Wann ist ne Marke stark?

00:03:23: Wenn sie eindeutige USP sagt man also wenn Sie wirklich für etwas steht und sich differenziert von den anderen.

00:03:30: Okay, also wenn sie einen Charakter hat.

00:03:34: Wenn sie nicht Everybody Starling sein möchte.

00:03:37: Was sind denn für Dich so richtige starke Schweizer Marken, möglichst nichts aus Deinem eigenen Kundenkreis?

00:03:43: Also nicht aus dem eigenen Kundenkreis, aber ich habe für den Betrieb lange mal gearbeitet.

00:03:47: Von daher kenne ich ein sehr gutes Sicherheitsborelack in Zürich.

00:03:50: Inhaber geführt, langjährige Mitarbeitenden... Das ist vielleicht auch ein Produkt alleine, lebt nicht nur durch Design und Architektur sondern stark über Menschen.

00:04:01: mit den Menschen entstehen die Geschichten Und das ist für mich jetzt ein starkes Produkt.

00:04:06: oder auch im Züricher Stolter ist ein sehr starkes produkt was die Kunst, aber auch dort über die Mitarbeiterinnen sich stark positioniert und eine Großzügigkeit hat.

00:04:19: Ja, das Dolle wird ja nicht umsonst immer wieder zum Best-Notel der Schweiz gewählt.

00:04:23: Auch von uns als hunderteins Beste ausgezeichnet ist es schon ein Seriensieger.

00:04:27: Das hat natürlich was mit Markus Kanelli zu tun.

00:04:30: Der ist als Gastgeber versteht sich selbst auch zurückzunehmen die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen und alles dafür zu tun dass die Gäste begeistert sind.

00:04:37: also ich bin ganz bei dir.

00:04:38: das dolle ist wirklich eine ganz starke Marke Und braucht eben auch keinen anderes Label und Top.

00:04:45: Ich habe ein paar Sätze mitgebracht, die vervollständigt werden müssen.

00:04:48: Sie sind irgendwie in der Mitte abgeschnitten und ich überlasse das deiner

00:04:51: Fantasie.".

00:04:53: Der Moment, in dem ich wusste, dass ich Marketing- und PA machen möchte – dass das mein Weg ist war?

00:05:00: Als ich im Borelack die Stelle angenommen hatte, dann war mir klar, dass sich in den Bereich bleiben möchte.

00:05:05: Welche Stelle?

00:05:06: Als Direktor für Sales Marketing.

00:05:08: Aber du hast ihn ja den Rücken gekehrt und hast dich selbstständig gemacht!

00:05:11: Was bedeutet denn eine Selbstständigkeit für dich?

00:05:13: Du bist jetzt schon einige Jahre als selbstständiger.

00:05:16: eine gewisse Freiheit, Entscheidungen treffen zu können.

00:05:23: Den Luxus den ich habe auch Kunden auswählen zu dürfen und kurze Entscheidungswege zu haben und nicht in der operativen eingebunden sein.

00:05:32: Die Entscheidungsweg endet bei dir?

00:05:34: Beginnt bei dir und endet vor dir?

00:05:35: Ja

00:05:36: also wenn ich es schaffe, ja.

00:05:37: Das ist das Ziel.

00:05:40: Besonders spannend an meiner Arbeit ist

00:05:43: die Vielseitigkeit.

00:05:47: Der schönste Moment in einem Projekt ist, wenn

00:05:50: wir es erfolgreich umgesetzt haben.

00:05:52: Was ist denn Erfolg für

00:05:54: dich?

00:05:55: Wenn der Kunde die Visibilität hat und die Positionierung nicht kurzfristig sondern mittelangfristig, ich sehe dass das kontinuierlich steigt und dann bin ich richtig happy.

00:06:07: Schön!

00:06:08: Ich habe dir jetzt ein paar Fragen mitgebracht, die ein bisschen tiefer gehen, die auch nicht sofort eingängig sind vielleicht aber ich bin sicher du wirst Spaß damit haben zum Teil mittlerweile in einer sehr dekadenten Gesellschaft.

00:06:20: Wir haben ja unglaublich viel Wohlstand, wir haben viele Dinge die wir gar nicht brauchen.

00:06:24: Luxus.

00:06:25: ist hier auch ein Überfluss vorhanden.

00:06:27: Ist Minimalismus eine Reaktion auf Wohlstände?

00:06:33: Ich glaube zurück vielleicht zu ursprünglichen Werten wie gemeinsam etwas erleben zu wollen.

00:06:39: wenn man das als Minimalismus bezeichnet sich verkleinert wieder aber fokussierter ist ist es sicherlich ein Teil.

00:06:49: vom aktuellen Trend.

00:06:52: Jetzt wird es ein bisschen persönlicher, hast du mehr Hoffnung als Ängste oder mehr Ängsten als Hoffnung?

00:07:00: Ich glaube ich bin ein sehr optimistischer Mensch und wenn ich Ängster habe kann ich mich gut wieder in die Perspektive nach vorne bringen.

00:07:10: Erwartest Du etwas von der Zukunft was Du nicht bereits kennst?

00:07:14: Was Neues?

00:07:14: Es

00:07:15: gibt ständig Neues!

00:07:16: Aber erwartest Du was

00:07:17: für eine Zukunft?

00:07:18: Nein meine Erwartung ist da... Ich glaube, man darf nicht zu viele Erwartungen haben.

00:07:22: Da wird man enttäuscht.

00:07:23: Jetzt ein paar Rapid-Fired Questions.

00:07:26: Strategie oder Kreativität?

00:07:29: Kreativity.

00:07:31: Daten oder Bauchgefühl?

00:07:34: Darf ich jetzt sagen, ob er Bauch gefühlt ist...

00:07:35: Das passt ja zur Kreatividät!

00:07:38: Ja.

00:07:39: Startup, Neues oder ein etabliertes Unternehmen führen?

00:07:43: Es ist alles dreinig und ich würde Weiterentwicklung sagen aber es start up hatte ich.

00:07:48: Ist spannend.

00:07:50: Ich glaube das neue weil man bleibt nie stehen.

00:07:53: Klarheit oder Komplexität?

00:07:56: Also ich bin komplex, aber man sollte für Klarheit sein.

00:08:00: Ich unterstreiche das.

00:08:03: Liebe Zuschauer vielen Dank!

00:08:04: Das war Julia Faulhaber einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen in der Schweiz im Bereich Marketing, im Bereich PA und im Bereich Vernetzung.

00:08:13: Vielen Dank!

00:08:14: Danke schön.

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