Wolfgang Schmidt zu Gast an der „Minibar im Zimmer 101“.

Shownotes

Es geht weiter.

Carsten K. Rath lädt prägende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien, Hotellerie und Tourismus an die Minibar ein. Es wird reflektiert, offen gesprochen und manchmal auch grundlegend hinterfragt. Hier wird Persönlichkeit greifbar.

Diese Woche zu Gast ist Wolfgang Schmidt. Als ehemaliger Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister war er über Jahre hinweg eng in politische Entscheidungsprozesse eingebunden. Mit seiner Erfahrung aus Politik, Regierung und öffentlicher Kommunikation bringt er einen besonderen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit mit.

Ein Gespräch über Politik, Verantwortung, Entscheidungsfindung und die Themen, die Deutschland aktuell bewegen.

Minibar Geständnisse aus Zimmer 101 erscheinen wöchentlich auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und Amazon Music.

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00:00:01: Minibar.

00:00:01: Geständnisse aus Zimmer-Einhundert.

00:00:04: Eins.

00:00:07: Carsten Karath im Gespräch mit Wolfgang Schmidt.

00:00:15: Herzlich willkommen, liebe Zuhörer!

00:00:17: Er war einer der engsten Vertrauten von Bundeskanzler Olaf Scholz.

00:00:21: Er hatte als Kanzleramtsminister Verantwortung für die entscheidenden Weichenstellungen der deutschen Politik getragen und er steht wie kaum ein anderer für analytische Schärfe, Klarheit und Haltung.

00:00:36: Heute ist er Redner, Autor und vor allem Vordenker.

00:00:40: Ein Mann der die Politik und die Realität angenehm miteinander verbindet.

00:00:46: Bitte begrüßen Sie mit mir Wolfgang Schmidt!

00:01:02: Das ist schwer zu sagen, weil es dreiundzwanzig Jahre waren die ich in der schwitzen Politik dabei war.

00:01:07: In ganz unterschiedlichen Rollen.

00:01:09: Vermutlich war es der G-Zwanzig-Gipfel in Hamburg als die Bilder der brennenden Autos an der Elbschusssee uns erreichten und wir in der Elbphilharmonie festhängen beim Konzert mit den Staats- und Regierungschefs aus diesen zwanzig.

00:01:28: Und dann sind da noch so internationale Organisationen dabei und du weißt, boah jetzt brennt wirklich die Hütte im wahrsten Sinne des Wortes.

00:01:40: Dann gibt es natürlich auch schöne Momente... In welcher Position

00:01:42: warst du denn?

00:01:43: Da

00:01:43: war ich Staatsrat also Staatssekretär, so heißen die in Hamburg und verantwortlich unter Scholz.

00:01:48: der war erster Bürgermeister und verantworte ich unter anderem für die Außenbeziehung.

00:01:52: Also ich war Staatsrat und bevollmächtigter Freien und Hansestadt Hamburg Beim Bund, bei der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten.

00:02:01: ein Riesentitel, der kaum auf eine Visitenkarte passt.

00:02:03: Und in dem Zusammenhang eben auch für Hamburg zuständig für diesen G-twanzig-Gipfel, der dann vor allem durch Gewalt sich auszeichnete... ...aber der natürlich Stichwort Hotels, eine riesige logistische Herausforderung auch war so viele Staats- und Regierungschefs in allen Hotels der Stadt unterzubringen.

00:02:21: Und dann die Transporte zum Teil mit damals ja schon Trump als Präsident Eins enormen Sicherheitsaufwand zu koordinieren.

00:02:30: Wo hat er gewohnt?

00:02:31: Der hat tatsächlich im Gästehaus des Senats der Freien und Hanselstadt Hamburg gewohnd, also am Fehlenteich an der Alster weil die etwas spät dran waren mit den Hotelbuchungen.

00:02:41: das soll ja vorkommen.

00:02:41: Aber ich sag dir was dann Waren alle Hoteljes froh.

00:02:43: Ich hatte damals als ich im Adler Hoteldirektor war Den ersten Staatsbesuch.

00:02:47: Das war Clinton Und wir waren gerade vier, fünf Monate offen.

00:02:50: Ich kann gar nicht sagen was die Amis mit deinem Hotel veranstalten.

00:02:53: Wir waren ja quasi dann selber Gastgeber und wir waren in dieser Rolle mit unserem Gästehaus.

00:02:58: Das war schon eine Herausforderung!

00:03:01: Du warst Kanzleramtsminister?

00:03:03: Ich glaube ganz wenige Zuschauer wissen, was macht ein Kanzlaramtsmester?

00:03:07: Was ist so das Prede dieser Positionen?

00:03:11: Man kann das vielleicht so aus der Unternehmenssprache mit dem COO vergleichen.

00:03:15: Oder ich habe hin und wieder scherzhaft gesagt, ich war so ein Appartherapeut in einer Dreierbeziehung weil wir ja eine Dreierkoalition hatten Und die Aufgabe des Kanzleramtschefs ist zum einen ganz formal erlegt Die Tagesordnung des Bundeskabinettsfest Also alles was dann besprochen wird jeweils Mittwochs.

00:03:32: Das ist die originäre Aufgabe.

00:03:34: Dann ist man Chef von neunhundert Leuten oder über neun Hundert Leuten.

00:03:37: Das ist Kanzleramt, das arbeitet für den Bundeskanzler, aber natürlich auch für den Kanzlerschef und es koordiniert die gesamte Regierungstätigkeit.

00:03:44: also muss ein bisschen gucken dass die verschiedenen Ministerien das machen was im Koalitionsvertrag verabredet ist und der CO genau und follow abmachen.

00:03:54: und dann natürlich die Beziehungen Sofern so ein bisschen auch fast wie ein Hoteldirektor mit den Fraktionen, mit den sechzehn Ländern und mit den Parteien also relativ viel-und umfangreich.

00:04:06: Und dann war ich noch der Beauftragte für die Nachrichtendienste des Bundes, also der Geheimdienstkoordinator.

00:04:12: Wir haben die Fach- und Rechtsaufsicht als Kanzleramt.

00:04:14: So heißt es über dem Bundesnachrichtendienst, also unseren Auslandsnachrichtendienst und das in der Zeit mit dem russischen Angriffskrieg Dann dem siebten Oktober, dem Überfall der Hamas auf Israel und die Gegendreaktion der Israelis.

00:04:28: Also da war ein bisschen was los wie wir im Norden sagen.

00:04:33: Du bist als Kanzleramtsminister dann auch so einen middlen Chef-Diplomat wahrscheinlich?

00:04:37: Du musst ja dann mehrere Hüte aufziehen!

00:04:39: Ich habe mit vielen Menschen gesprochen aus unterschiedlichen Parteien, die du alle kennst.

00:04:44: Es gibt nicht einen einzigen, den ein schlechtes Wort über dich verliert.

00:04:47: Wie kann das

00:04:48: sein?!

00:04:49: Daher entweder, weil ich nix gemacht habe und niemand auf die Füße gedreht, wenn das glaube ich aber nicht.

00:04:54: Nein, ich hatte mich immer bemüht mit allen vernünftig umzugehen.

00:05:01: Und wir sind – wenn wir jetzt in der Politik sind – in unterschiedlichen Parteien und das ja auch aus bestimmten Gründen, weil wir bestimmte Überzeugungen haben.

00:05:09: Und das heißt aber nicht, dass meine Meinung, meine Überzeugung, meine Partei die allein seelig machende ist.

00:05:14: Sondern es gibt gute Gründe warum andere und andere Parteien eingetreten sind.

00:05:17: Wenn man das versteht und wenn man dann miteinander verhandelt versucht zu Lösungen zu kommen, das auch respektiert.

00:05:24: Dann glaube ich gibt es jenseits der Unterschiede und ist auch hart miteinander ringend so ein Respekt.

00:05:30: Und dass man sagt okay, ich teile überhaupt nicht wie er denkt und was der so macht Aber als Typ ist der in Ordnung, ich kann mich darauf verlassen.

00:05:38: Der betupst mich nicht und mir war das jedenfalls immer wichtig diese Art von Umgang auch zu

00:05:45: pflegen.".

00:05:47: Also das sind ja die erfolgreichsten COs und die erfolgreichste CO's, die hart an der Sache sind aber verbindlich im Ton.

00:05:53: Das heißt es ist offensichtlich gelungen.

00:05:54: also ich habe das in der Recherche im Vorfeld ein paar Anrufe gemacht und war ganz überrascht da war nichts.

00:05:59: Ich wollte sowas raus, aber war nix.

00:06:00: Das freut mich natürlich!

00:06:02: Du bist noch nicht so lange aus der aktiven Politik raus, aber lange genug um wahrscheinlich selbst reflektiert zu haben was damals zum Proch der Koalition geführt hat.

00:06:10: Wenn du die heutige Zeit siehst und der ebenalige Bundeskanzler hat dir eine Zeitenbänder ausgerufen und die jetzige Politik siehst woran das hat dich am meisten in dieser kurzen Zeit verändert?

00:06:22: Ich glaube, dass wir jetzt mal auf die Parteipolitik gucken und das macht im Moment auch so viel schlechte Laune.

00:06:27: Weil die neue Regierung ja fast noch schlimmer bewertet wird und schlechter bewerted wird als es bei uns der Fall war.

00:06:34: Dann hat sich eine Sache richtig massiv verändert und das ist wie früher immer Koalition gehabt.

00:06:38: Wir erinnern uns an eine große Partei mit einer kleinen, die aber ähnlich tickte also die CDU mit der FDP oder die SPD mit den Grünen oder ganz früher mal sozial-liberal.

00:06:48: Und das hat sich jetzt komplett verändert, dadurch dass wir immer ausdifferenzierter wählen.

00:06:53: Dass auch mehr Parteien im Angebot sind ist die Möglichkeit sozusagen innerhalb eines Lagers Koalition zu schließen verschwunden.

00:07:00: und das heißt seit eigentlich zwei Tausend Fünf der ersten großen Koalition unter Merkel haben wir immer lagerübergreifende Koalitionen und das führt dazu, dass man nie das eigene Programm in wesentlichen Teilen oder bei bestimmten Sachen, die einem besonders wichtigsten durchsetzen kann.

00:07:16: Und das führt auf allen Seiten und auch bei uns Wählerinnen und Wählern zu einer enormen Frustration.

00:07:22: Und ich glaube, dass ist was wo wir als Gesellschaft vor unseren Medien nochmal ein bisschen in Anführungszeichen uns an die neuen Zeiten gewöhnen müssen und nicht alten Maßstäbe anwenden sollten, weil sonst werden wir die ganze Zeit frustriert.

00:07:37: Und dann gibt es da ja ein paar Parteien draußen, die so tun

00:07:40: –

00:07:40: ich nenne immer die Zauberstab-Politikers, ob man einmal mal im Zaubergestab wedeln müsste – Hexhex sagt und dann ist die irreguläre Migration bei Null der Krieg in der Ukraine beendet und das Wirtschaftswachstum ist zurück.

00:07:52: Die meisten von uns wissen den Zaubernstach gibt's nicht.

00:07:55: Ich glaube natürlich als Bürger dass diese drei Themen, die du jetzt aufgegriffen hast Häufigkeit und der Dimension zusammen für große Frustrationen sorgen.

00:08:07: natürlich, dass wir auch nicht in Lösung gedacht haben.

00:08:09: Ich lebe in der Schweiz.

00:08:10: da ist es ein bisschen anders.

00:08:11: Wir haben viel mehr Migranten, wir haben achtundzwanzig Prozent.

00:08:13: ich bin selber eine Ausländer aber da funktionieren Dinge einfach anders möchte man kein Vergleich erstellen.

00:08:19: Ich habe aber eine Frage, die auch ganz offen gesprochen, eine Sorge ist.

00:08:22: Wenn ich mal die Ränder mir anschaue und wenn ich die BSW und auch die Linke mal ein Stück weit in die extremen Rücke und natürlich die AfD dann haben wir fast fünfzig Prozent der Wähler wählen extrem.

00:08:33: Wählen zumindest nicht mehr bürgerlich oder sozialdemokratisch also nicht das was wir eigentlich über Jahrzehnte gewöhnt waren.

00:08:40: Was glaubst du denn?

00:08:40: Wie sieht denn die nächste Regierung aus?

00:08:43: Naja ich glaube dass jetzt erstmal die Regierung geht dran als versuchen muss so gut wie möglich zu arbeiten.

00:08:48: eingefleischte Sozialdemokrat, hoffe ich dass wir dann sozialdemokratischen Kanzler haben.

00:08:52: Im Moment ist das nicht so wahnsinnig realistisch.

00:08:56: also wenn man jetzt nur hochrechnet wie es im Moment aussieht wird es eine drei Parteienkoalition sein weil die zwei großen was wir früher mal große Koalitionen nennen ja kaum noch über fünfzig Prozent gekommen ist bei der letzten Wahl und jetzt nach den Umfragen auch weit weit entfernt sind glaube ich sehr stark davon ab ob die Probleme, die man sieht.

00:09:15: Man jetzt in den Griff kriegt.

00:09:16: so wir haben die Corona Zeit gehabt mit einem erheblichen Wirtschaftseinbruch.

00:09:22: Wir haben seit zwei tausend neunzehnt im Prinzip keinen Wirtschaftswachstum und was ganz entscheidend ist die Reallöhne sind zwei Zwei Neunzehn auch nicht mehr angestiegen.

00:09:30: Im Gegenteil sind ein bisschen runtergegangen

00:09:32: über die Inferktion dazu nimmt.

00:09:34: das wird sich jetzt verändern Hoffentlich in diesem Jahr, aber das spüren natürlich alle.

00:09:39: Wir alle wissen, dass mit den Energiepreisen gelaufen ist.

00:09:42: Wir gehen im Supermarkt der Döner... Aber

00:09:44: du verstehst nicht von drei Parteien, welche siehst du da?

00:09:47: Also nach Stand der Lage jetzt sind es die, die jetzt regieren und dann die Gulen dazu.

00:09:55: Wenn das BSW reingekommen wäre, was ja ganz knapp nur gescheitert ist an dieser fünf Prozent-Hürde, dann hätten wir schon eine solche Koalition.

00:10:04: Und das ist natürlich ein Riesenproblem.

00:10:06: zu dem, was ich am Anfang sagte.

00:10:08: Dann ist es noch mal lagerübergreifender und dann wird der Frust bei allen Dreien noch größer, dass man sagt wir kriegen doch eigentlich das, wofür wir eigentlich stehen gar nicht mehr durchgesetzt.

00:10:21: Gehst du zurück in die Politik wenn du gerufen wirst?

00:10:25: Das weiß ich noch nicht.

00:10:26: also Ich finde jetzt im Moment die Freiheit auch super.

00:10:30: Man merkt das ja gar nicht so sehr wenn man in so einem Job ist wie sehr man im Hamsterrad ist.

00:10:36: Und jetzt mal nach so langen Jahren und die letzten acht Jahre mit der Corona-Zeit, da war ich im Finanzministerium als Staatssekretär und war international verantwortlich dann diese Zeit der Dreierkoalition mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine und der Energiekrise das war ja ein ständiger Krisenbewältigungsmodus.

00:10:56: und deswegen finde ich es momentan ganz entspannt und ganz schön auch mal nicht den ganzen Tag, wenn irgendwo wieder eine der schlechten Nachrichten aufploppt zu denken.

00:11:04: Oh Gott was müssen wir jetzt machen?

00:11:07: Aber gleichzeitig ist Politik das, was ich mein ganz Leben lang gemacht habe und mir auch Spaß macht.

00:11:12: Und deswegen gucke ich im Moment wie ich mich am besten um meine Erfahrung weiter einbringen kann.

00:11:18: Nehmen wir jetzt aber tatsächlich auch die Zeit.

00:11:20: Hat kaum einer gedacht dass sich das könnte, aber bisher läuft

00:11:22: es ganz gut.

00:11:24: Ich möchte eine persönliche Frage stellen, du hast ja offensichtlich sehr eng und sehr lange mit Olaf Scholz gearbeitet in unterschiedlichen Positionen.

00:11:31: Jetzt hat der Mann dich entschieden sein Mann da beizubehalten?

00:11:34: Der ist dann wenn man das so sagen darf an Hinterbänkler geworden.

00:11:37: ich habe noch nicht einer einzige Rede im Bundestag gehalten.

00:11:39: wie ist denn heute Beziehung zu ihm?

00:11:41: Wir telefonieren und wir treffen uns.

00:11:43: auch ich war jetzt gerade bei ihm zu Hause.

00:11:46: er hat gekocht mit seiner Frau.

00:11:48: Kann er das?

00:11:48: Ja gut viel besser jedenfalls als ich.

00:11:51: nein ihr kann es richtig gut.

00:11:53: Das war manchmal etwas nervig, wenn man mit ihm auch als Erkanzler war telefoniert hat.

00:11:58: Und er hatte seine Airpods drin und hat dann irgendwie Gemüse geschnippelt oder die Spülmaschine aus- oder eingeräumt.

00:12:03: Die verstärken das ja extrem.

00:12:04: War es immer schwer dem zu folgen?

00:12:06: Nein, das kann er sehr gut!

00:12:08: Und er hat sich entschieden, was ich auch richtig finde dieses Mandat.

00:12:12: Er ist ja in Potsdam angetreten und ist der einzige aus der demokratischen Mitte, der direkt gewählt worden ist.

00:12:16: Alle anderen Mandate im Osten sind entweder an die AfD zu so einem großen Teil.

00:12:21: Ich habe zwei oder drei Mandate an die Partei Die Linke gegangen und er fühlt eben diese Verpflichtung auch denjenigen gegenüber, die ihn da vierundvierzigtausend glaube ich gewählt haben.

00:12:32: Jetzt hat er sich entschieden, nicht in einen Ausschuss zu gehen.

00:12:35: Nicht durchreden im Bundestag irgendwie zu wirken.

00:12:38: Ich glaube das wäre auch komisch wenn da so ein ehemaliger Kanzler dann was will zu sagen dass du immer zu meiner Zeit etwas besser gemacht und kritisierst die oder Lobpreis die.

00:12:47: also er kümmert sich jetzt mehr darum mit Hintergrundrat zu geben und denkt darüber nach zu schreiben über jetzt nicht eine Autobiografie sondern über Themen die ihn umtreiben und die er für wichtig hält.

00:12:59: und das ist glaube ich wäre ganz gut.

00:13:02: Ich habe ein paar Wette gestartet, aber nicht vervollständigt.

00:13:06: Magst du sie bitte für mich vervollziehen?

00:13:07: Na schau mal!

00:13:09: Der größte Irrtum den viele Menschen über Politiker haben ist...

00:13:13: Dass es ihnen nur um Macht geht und dass sie korrupt sein.

00:13:18: Das was mich bis heute schon immer antreibt ist

00:13:22: Die Welt und unser Land gerechter zu machen.

00:13:25: Schön Politik bedeutet für mich in allererster Linie

00:13:32: das Leben tatsächlich besser machen zu können.

00:13:36: Wenn ich nochmal von vorne anfangen würde, würde ich welchen Beruf wählen.

00:13:45: Ich glaube, den, den ich gewählt habe tatsächlich macht mir großen Spaß.

00:13:49: Ich bin ausgebildeter Jurist also ordentlicher Volljurist wollte eigentlich Richter werden in Hamburg.

00:13:55: und dann hat mich ein gewisser Olaf Scholz angerufen ob ich mir nicht vorstellen könnte er werde jetzt Generalsekretär der SPD.

00:14:01: das war zwei tausendund zwei nach der Gewonnenen.

00:14:03: Warst

00:14:03: du da schon politisch aktiv?

00:14:05: Ja ich war bei den JUSOS als der Jugendorganisation der SPD war international bei der Internationalen Jugendorganization.

00:14:11: Also

00:14:11: kannst du die International auch heute noch singen.

00:14:13: ja

00:14:14: Wie kann ich in verschiedenen Sprachen singen?

00:14:17: Okay.

00:14:20: Hattest du ein Vorbild oder einen Lehrmeister, hattest Du irgendjemand der für dich benchmark war?

00:14:24: nicht wirklich aber natürlich habe Ich mir auch angeguckt wir haben andere das gemacht.

00:14:30: zum Beispiel als ich jetzt meinen Job dann übernommen habe als kanzleramtschef habe ich mir überlegt, welcher Kanzleramtsminister ist mir oder Kanzlerschef ist mir eigentlich in der Art und Weise wie er das gemacht hat in Erinnerung geblieben.

00:14:43: Und dann habe ich mich an Thomas de Maizier von der CDU und an Frank-Walter Steinmeyer den jetzigen Bundespräsidenten orientiert.

00:14:50: Die haben beide eher nach Ingewirk nicht so sehr in der Öffentlichkeit gestanden und waren auch jedenseits der Parteigrenzen hoch anerkannt.

00:14:59: Das fand ich für den Job ein ganz gutes

00:15:01: Vorbild.".

00:15:03: Rapid-Fired Questions.

00:15:04: Bitte schwarz oder weiß?

00:15:05: Entweder, oder?

00:15:06: Das lieben Politiker ja.

00:15:07: Ich

00:15:07: weiß deswegen versuche ich dich ja da ein bisschen.

00:15:10: immer regieren oder immer oponieren.

00:15:12: Regieren!

00:15:14: Eine Woche ohne Nachrichten oder eine Woche ohne Termine?

00:15:18: Eine Woche Ohne Termine.

00:15:21: Entscheidungen lieber aus dem Bauch oder nach langen, langen Analysen?

00:15:25: Es kommt wirklich extrem drauf an.

00:15:27: also ich bin eher für die Analyse.

00:15:33: Aber es gibt eben Situationen, das ist... also jetzt komme ich ein bisschen aus dem schwarz-weißen raus und ich ziehe sozusagen einen Joker.

00:15:39: Das ist genau das Problem der Politik, dass wir Dinge häufig entscheiden müssen, die fünftig sind und nicht irgendwie hundert zu null.

00:15:51: Und rettospektiv ist man immer schlauer?

00:15:52: Genau!

00:15:54: Und häufig auch Sachen unter einer nicht vollständigen Informationslage und sehr schnell.

00:16:00: Und sozusagen das Verzögern, deswegen habe ich so ein bisschen Gezöger bei dem lange rauszuhören also mit klugen langen Nachdenken dann ist das auch der Fehler und da musst du schnell entscheiden und man muss halt versuchen auf der Basis der Informationen die Du hast möglichst rational zu entscheiden.

00:16:15: und dann ist es halt häufig der Bauch oder fast mehr die Erfahrung.

00:16:21: Möchtest Du lieber ein visionäres Projekt starten jetzt wo Du frei bist?

00:16:24: Oder lieber ein bestehendes Perfektionieren?

00:16:27: Ich glaube Visioneros starten.

00:16:30: Außen Interviews hast du gegeben und bist ja ein Mann der Sprache, das ist ja am meisten.

00:16:35: könnt ihr durch eure Sprache wirken, Herr Politiker, durch die Handlung.

00:16:38: aber es muss ja auch erklärt werden.

00:16:39: Hast Du lieber im Parlament live gesprochen oder lieber im Fernsehen Interviews gegeben?

00:16:44: Ich fand das im Fernsehen besser und einfacher muss ich dazu sagen, ich habe ja relativ wenig mich in der Öffentlichkeit bewegt am Anfang nur gegen Ende als die Koalition auseinandergebrochen war.

00:16:55: Meine partherapeutische Tätigkeit nicht mehr so gefragt war, mehr Interviews gegeben.

00:17:01: Ich fand das immer besser weil es da mehr Zeit gab.

00:17:04: also dass was ich im Parlament vor allem gemacht hat war diese Befragung der Bundesregierung.

00:17:08: Da wären immer zwei Bundesminister gleichzeitig einvernommen, dass so am Anfang irgendwie neunzig Sekunden für einen Statement und dann bei den Antworten auf Fragen.

00:17:18: Und in den Fragen sind häufig schon Unterstellungen und Falschbehauptungen, zum Beispiel von AfD-Abgeordneten drin.

00:17:24: Die willst du eigentlich erst mal zurechtrücken um dann überhaupt zur Antwort zu kommen und dann sagt die Bundestagspräsidentin schon oder der Bundestagspräsident so Ende der Redezeit.

00:17:33: Da kannst du auch keinen Gedanken entwickeln und das finde ich bei Interviews viel

00:17:37: besser.".

00:17:38: Und das Format, was mir am meisten Spaß macht.

00:17:40: Deswegen habe ich auch sofort gesagt klar!

00:17:42: Ich komme gerne zu dir.

00:17:43: in diesem Wit-Gast finde ich sind Podcast wo du einfach mehr Zeit hast ein bisschen ausgeruhter tatsächlich auch Dinge mal miteinander in der Tiefe besprechen kannst und das ist etwas was häufig sonst zu kurz kommen, weil wir alle so Social-Media getrieben mit einer geringen Aufmerksamkeitsspanne versehen.

00:18:04: Den Dingen nur noch hinterher hächeln und also insofern ist das dann beim Fernsehinterview schon besser und beim Podcast oder Wittkasten auch besser.

00:18:13: Ich bin in Bonn zur Schule gegangen.

00:18:15: In großer Form der Bonner Republik gewesen damals politisch auch aktiv.

00:18:19: Hat mich sehr interessiert Und ich schaue bis heute gerne Bundestagsdebatten.

00:18:24: Bin nicht wahrscheinlich einer der wenigen, das ist fast ein Hobby.

00:18:26: Ja sehr schön!

00:18:27: Ich

00:18:27: finde es frustrierend wie häufig Abgeordnete nicht im Bundestag sitzen.

00:18:32: Wie gehst du als Räder damit um?

00:18:34: Das ist schwierig aber man muss jetzt mal wieder eine Lanze brechen für die Abgeordneten Die haben halt... Gerade wenn Debatten sind, häufig auch Ausschusssitzungen und da wird natürlich die eigentliche Arbeit gemacht.

00:18:46: Das heißt, wenn jetzt die Bundesregierung ein Gesetzentwurf macht verabschiedet und dann ans Parlament schickt, dann wird er ja nur einmal in der ersten sogenannten Lesung behandelt und dann geht er aber an die Ausschüsse und da findet die tatsächliche Facharbeitsstadt.

00:18:58: Da werden die Anhörungen mit Expertinnen und Experten gemacht.

00:19:01: Dann wird mit den Ministerien wiederverhandelt wo man was verändern soll zwischen den Fraktionen und das findet natürlich dann alles während der Arbeitszeit und damit Mittwoch, Donnerstag, Freitag in den Parlamentssitzungen statt.

00:19:13: Also ich kenne eigentlich keine Abgeordneten oder keinen Abgeordneten.

00:19:18: Ich weiß selber keiner der nicht oder die nicht extrem hart arbeitet.

00:19:22: Insofern ist dieser Blick frustrierend ins Plenum bei so manchen Debatten aber ist erklärbar weil sie nicht jetzt irgendwie auf dem Sofa sitzen oder in einer Kneipe sondern wirklich alle allermeisten echt hart am arbeiten sind.

00:19:36: Zum Abschluss unseres Gespräch würde ich noch gerne dich nach zwei Personen fragen.

00:19:40: Als Paartherapeut tauchst du offensichtlich nicht, jedenfalls bist du in der Dreierkondition gescheitert.

00:19:46: Nicht Du bist gescheiter, das wissen wir alle sondern wir wissen natürlich dass am Ende es auch zu einem Bockkampf zwischen Scholz und Lindner kamen.

00:19:52: Glaubst du die FDP hat eine Chance zurückzukommen?

00:19:55: Ich glaube es hängt sehr davon ab wie sie sich aufstellt, ich fand und das war dann auch nicht so eine Persönlichkeitsfrage sondern echte Überzeugungsfrage.

00:20:05: Diese Fixierung auf das Thema Staatsschulden sind böse.

00:20:09: in der Zeit wo wir sehr viel Geld in unsere Verteidigung neu investieren mussten, wo wir die Ukraine zu unterstützen hatten ,wo wir die folgende Energiekrise zu bewältigen haben und diese Transformation hin zur Klimaneutralität zu bewältigen haben sind auch staatliche Investitionen nötig.

00:20:25: Jeder kennt das von der Bahn, die haben wir eben tatsächlich

00:20:27: kaputtgespart.".

00:20:28: Da würde ich gerne Einhaltung darauf kommen weil ich glaube dass das eine der größten Kommunikationsschwächen in der alten Regierung war.

00:20:36: Ich war der größte Fan von Schäuble.

00:20:38: Ich habe immer gesagt Staatsverschuldungen schrecklich!

00:20:40: Wir müssen dafür sorgen... Mir hat aber nie einer erklärt, dass die Einhaltungshaushalt ist.

00:20:48: dazu führt wie du gerade sagst Dass die Infrastruktur kaputt geht, dass wir nicht in Brückenbahnen und so weiter investieren.

00:20:55: Das ist jetzt erst

00:20:56: Teil des ISC.

00:20:57: Ich sage Einspruch Euer Ernst!

00:20:58: Wir haben es tatsächlich im Wahlkampf versucht, haben immer wieder genau darüber geredet.

00:21:03: Es hat keinen interessiert.

00:21:05: Und das ist was, wo ich jetzt auch – man muss ja immer als Politiker vorsichtig sein – Journalistinnen und Journalisten zu beschimpfen oder so zu kritisieren.

00:21:12: Aber das ist etwas, was mich sehr frustriert, dass wir in dem Land häufig die Debatten, die eigentlich nötig sind nicht führen sondern wir Pseudo-Debatten führen nicht um die richtige Lösung für die Probleme, die eigentlich da sind dringend.

00:21:31: Und ich finde das war bei dem Thema Staatsverschuldung ganz klar so.

00:21:35: Wir haben das wenn du die SPD-Wahlprogramme anguckst.

00:21:37: wir haben darüber öffentlich geredet schon bei Corona haben sehr viele Schulden richtigerweise gemacht um Hotels zu unterstützen Gastronomie Die deutsche Wirtschaft.

00:21:46: Das hat Milliarden gekostet aber Ich glaube es war sehr sehr sinnvoll eingesetzt und jetzt waren wir in einer ähnlichen Situation.

00:21:54: Das war eigentlich der Grund, warum die Ampel auseinandergegangen ist.

00:21:58: Also am Ende ist sie geplatzt am sechsten November weil wir uns über fünfzehn Komma fünf Milliarden Euro für die Ukraine Waffenhilfe und für ukrainische Geflüchtete nicht einigen konnten Und wir haben dreiundvierzig Milliarden Euro.

00:22:13: das ist sehr sehr sehr viel Geld aus dem Haushalt inzwischen für die Ukrainer ausgegeben und Der haushalt ist ungefähr damals vierhundert achtzig Milliarden Euro gewesen riesiger, riesige Anteil.

00:22:26: Dass man das irgendwie so locker aus der Lameng macht ist nicht plausibel und uns es aber nicht gelungen genau darüber zu reden.

00:22:35: Mein Gefühl ist dass wir eben mit so einer Filterschicht des Hauptstadtjournalismus zu tun haben, der sich hin und wieder mehr für das persönliche Miteinander interessiert, für die Machtkämpfe weil es auch einfacher zu erklären ist wenn ich mich mal intensiver mit dem Staatshaushalt beschäftigen muss.

00:22:52: Das ist echte Recherchearbeit und es natürlich dann auch wahnsinnig schwer in der Öffentlichkeit zu erklären, weil dann ist es einfacher die schwäbische Hausfrau.

00:22:59: Man kann nicht mehr ausgeben als man hat.

00:23:02: Und das Beispiel ist aber ne?

00:23:03: Es gibt glaube ich kaum ein Projekt, sei's ein Hotel oder sei es eine Erweiterung eines Industriebetriebs, der das aus dem Cashflow finanziert sondern die meisten haben eine ganz gute Beziehungen zu ihrer Bank und investieren auch erst mal geliehenes Geld, um dann durchhebeln oder hebeln.

00:23:23: Das ist bei Staaten ja nicht anders und es ist auch sinnvoll.

00:23:28: Unsere aktuelle Bundestagspräsidentin ist ja bekannterweise nicht in deiner Partei.

00:23:33: die interpretierte das Amt ganz anders als alle ihre Vorgängerinnen und Vorgängern.

00:23:37: ich denke da noch an Rita Süßmuth oder andere.

00:23:40: was hält du davon?

00:23:42: Ich finde es ganz gut dass jede und jeder sein oder ihren eigenen Stil hat Und ich habe immer gesagt, als Mitglied der Regierung steht man nicht zu frei gewählte Abgeordnete zu kritisieren.

00:23:54: Das ist auch schon ein hohes Gut.

00:23:58: Ich glaube das Entscheidende bei so einer Bundestagspräsidentin ist natürlich die Sitzung neutral überparteilich leitet Und gleichzeitig ist sie natürlich eine der herausragenden Repräsentantinnen des Staates, die einzige Frau im Moment auch wieder an der Spitze einer der Verfassungsorgane.

00:24:18: Und deswegen finde ich soll man die mal so machen lassen und jede und jeder muss in dem Job natürlich den eigenen Weg auch finden.

00:24:27: Deswegen halte ich mich immer zurück und ich mag sie.

00:24:30: Ich finde sie hat ne erfrischende Art.

00:24:36: habe ich eben gesagt, um die realen Themen kümmern und so Pseudo-Debatten.

00:24:42: sein lassen.

00:24:43: Und da habe ich manchmal die Sorge, dass wir wenn es um einen Fahnen geht oder sowas... Es gibt natürlich auch

00:24:49: Politiker, die durch solche Verhalten oder andere Verhaltensweisen zu Subzolodebatten hinführen.

00:24:55: Das ist so und das belohnt natürlich!

00:24:56: Das war bei dem Pryoni-Anzug von Schuldersow der ja reingesteckt wurde, der hier gar nicht ausgesucht hat.

00:25:03: Ja aber das

00:25:04: hat geprägt und das zeigt und das ist jetzt durch Social Media und Co noch einmal stärker geworden.

00:25:10: Meine Sorge ist nur, wenn wir nur noch auf dieser Ebene oder vordringlich auf diese Ebene uns bewegen.

00:25:16: Dann passieren die ganzen anderen Dinge nicht.

00:25:18: und wenn jemand der politisch so interessiert ist wie du, der sich beteiligt praktisch bei dieser zentralen Frage Staatsschulden eigentlich sagt das ist an mir weitgehend vorbeigegangen dann ist es ja ein echtes Alarmzeichen und es geht ja nicht nur dir so sondern ganz viel.

00:25:32: Wenn wir jetzt mal auf die Wirtschaft gucken, wir haben gerade riesige Probleme.

00:25:36: Unser Automobilsektor ist einer der Zentralen.

00:25:39: Der steckt in einer schweren Krise.

00:25:41: Wir wollen in zwanzig Jahre.

00:25:44: Und wie häufig diskutieren wir darüber?

00:25:48: Dann wird sozusagen symbolisch ein Autogipfel einen Stahlgipfel einberufen.

00:25:52: aber die Frage wo entsteht eigentlich Wertschöpfung oder entstehen die Arbeitsplätze der Zukunft?

00:25:57: Wie kriegen wir das eigentlich hin?

00:25:59: was muss dafür gemacht werden?

00:26:00: dass diskutieren war aus meiner Sicht viel zu wenig.

00:26:03: Die Frage, die uns Hoteliers natürlich am meisten interessiert.

00:26:06: Was ist denn das beste Hotel der Welt?

00:26:09: Da tue ich mich natürlich schwer, weil ich selbst mit dem Gehalt eines Bundesministers nicht in den besten Hotels der Welt privat absteigen kann.

00:26:18: Dafür verdienen wir dann in der Politik doch nicht so viel, auch wenn man im Verhältnis zu den Durchschnittsdeutschen sehr sehr viel Geld verdient.

00:26:25: Ich hatte ja nun den Vorteil dass beruflich dann durchaus mal in schönen Hotels war.

00:26:32: Und für mich ist tatsächlich das, wo wir jetzt hier gerade sitzen, Schloss Elmau eines der schönsten Hotels.

00:26:37: selbst als eingefleischter Norddeutscher, der natürlich eigentlich eine flache Landschaft präferiert, ist der Blick in die Berge und diese prominente Position direkt am Gebirge einfach... unwahrscheinlich gut.

00:26:52: Und dann hat Dietmar Müller-Elmau der Eigentümer einfach einen wahnsinnig guten Geschmack und das sieht man an jeder Ecke und an jedem Ende des Hotels, und dann sind mir die Menschen, die hier arbeiten im Laufe der Jahre auch sehr ans Herz gewachsen.

00:27:06: also insofern ist das schon der Ort den ich auch immer wieder empfehle.

00:27:09: wenn man das Geld hat und wenn man sagt dass es mir wichtig einen schönen Urlaub zu machen kann ich das sehr empfehlen.

00:27:16: Schön, dass du Gast bei den Nordeinsvesten bist.

00:27:18: Danke fürs Gespräch.

00:27:19: Ich danke

00:27:20: dir!

00:27:20: Dankeschön.

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